Über mich

Sonja Tomašković

  • Jahrgang 1975
  • Verheiratet, 2 Kinder
  • BSc Psychology (Großbritannien)
  • Seit 2012 im Bereich Psychotherapie/Beratung tätig

Wie ich hier gelandet bin

Ich gebe zu: Ich kam zur Beratung wie die Jungfrau zum Kinde.

Davor habe ich einige Stationen hinter mir gelassen, die mehr oder weniger rühmlich waren. Zunächst habe ich Anfang 20 ein Studium begonnen, dass ich für meinen absoluten Traum hielt. Insgesamt 7 Jahre habe ich studiert, nur um dann kurz vor Abschluss abzubrechen.

Es folgten einige Jahre in der Selbstständigkeit, zuletzt 10 Jahre als Übersetzerin. Daneben habe ich meine Zeit auch für ein Open-Source-Softwareprojekt gewidmet.

All das erfolgte neben Kindern, Haushalt und der Pflege eines kranken Verwandten. Und ja, das war zuviel. Ich kam an meine Grenzen und suchte Wege, mir selbst zu helfen.
So gelangte ich dann zur Psychologie.

Was ich auf diesem Wege gelernt habe

Zunächst einmal sehr viel über psychologische Themen. Zum Teil aus dem rein wissenschaftlichen Blickwinkel, zum Teil auch aus einer esoterischen Sichtweise. Ich habe festgestellt, dass ich manche Dinge, die ich früher für vollkommen harmlos gehalten habe, heute nicht mehr gutheißen kann.

Während meiner 5-jährigen Praxistätigkeit in Beratung und Therapie habe ich viele Menschen getroffen, mit ihnen geweint, gelacht, sie aufgebaut, mich von ihnen runterziehen lassen. Über einige habe ich mich sehr geärgert.

Über mich selbst habe ich auch viel gelernt. Zum Beispiel, dass ich nicht so stressresistent bin, wie ich es gerne wäre. Ich habe aber auch meine Stärken kennengelernt, nämlich dass ich für mich einstehen kann, dass ich Werte habe, die nicht zur Diskussion stehen und anderen meine Grenzen aufzeigen kann.

Warum das Thema Entscheidungen für mich wichtig ist

Mit einem gewissen Alter kam bei mir die Einsicht, dass ich manche Entscheidungen nicht aktiv gefällt habe. Ich habe einfach nichts getan und gehofft, dass das schon in Ordnung sein würde. Erst später im Leben habe ich gemerkt, dass ich mich nie bewusst dafür oder dagegen entschieden habe. Ich habe mit mir gehadert.

Und gerade dieses Hadern hat es mir enorm schwer gemacht, neue Pläne zu schmieden und aus dem Vergangenen zu lernen. Stattdessen war ich blockiert, kam nicht vorwärts in meinem Leben. Gleichzeitig hatte ich Angst, einen falschen Schritt zu tun, also tat ich keinen. Und da saß ich also, gefangen in Vergangenem, unfähig weiterzukommen.

Erst mit der Einsicht, dass ich für die Zukunft nur mit bewussten und aktiven Entscheidung weiterkommen würde, konnte ich das Ruder wieder herumreißen und neue Wege einschlagen.

Neue Interessen

Und so kamen mit der Zeit auch neue Interessen ins Spiel, die ich nun aktiv verfolge. Eines davon sind agile Arbeitsweisen. In Unternehmen zur Zeit unter dem Begriff „Scrum“ bekannt. Dort wird vieles, was ich im Rahmen meiner Beratungsausbildung gelernt habe, praktisch umgesetzt. Seit Dezember 2018 bin ich außerdem Scrum Master.